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Sind Pro7, RTL und andere Private für andere Schichten als die Öffentlich Rechtlichen?

 
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nachdem ich gestern mehr aus Versehen und zufällig auf Pro7 mit Stefan Raab konfrontiert wurde und ich mir daraufhin auch die anderen Privaten etwas näher angesehen habe, kam mir doch die Frage, ob Private Sender tatsächlich für eine andere "Schicht" - nennen wir es Bildungsschicht oder wie auch immer - gemacht sind?


Wer guckt diese Programme eigentlich und wer kann wirklich dazu stehen, was dort gezeigt wird? Eine Frage, die ich einfach in den Raum werfe und die mich über die Worte von Marcel Reich-Ranicki nochmal nachdenken lassen...

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Geschrieben von Zwiesel
20 September , 2009
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Zuerst ist ja wichtig zu wissen, dass alle privaten Sender von Werbeeinnahmen abhängig sind. Im Gegensatz zu den öffentlich Rechtlichen Sendern, die ja ihre Finanzierung durch die GEZ gesichert haben, muss ein privater Sender sich immer nach seinen Zuschauern richten, damit die Zuschauerzahlen möglichst hoch bleiben - damit wiederum die Werbeeinnahmen stimmen. Je höher die Zuschauerzahl, desto mehr kann ein Sender für Werbung verlangen.

Das lässt den Verdacht aufkommen, dass die privaten Sender das zeigen, was ein Grossteil der Bevölkerung sehen will. Ob das jetzt eine andere Schicht ist, als die, die das öffentlich rechtliche Fernsehen schaut, ist natürlich schwer zu beantworten. Ich gehe davon aus, dass es schon gesellschaftliche Unterschiede bei den Stammguckern von zum einen öffentlich rechtlichen Programmen und zum anderen privaten Programmen gibt. Wir kennen dieses Phänomen ja auch aus der Zeitungswelt: Die BILD - Zeitung wird von sehr vielen Menschen gelesen. Das sind mit Sicherheit andere Leute als die, die z.B. die Sueddeutsche oder die FAZ lesen. Ich glaube allerdings, dass sich das Publikum beim Fernsehen doch mehr mischt als bei denen, die sich wirklich "vorsetzlich" eine bestimmte Zeitung kaufen müssen. Man muss sich entscheiden wofür man sein Geld ausgibt. Beim Fernsehen fällt es daher leichter einfach auch mal einen Sender zu gucken, dessen Niveau man vielleicht nicht so schätzt. Man muss ja nicht extra dafür zahlen. Wären Zeitungen umsonst zu haben, würde ein Bildzeitungsleser vielleicht auch manchmal in der Sueddeutschen blättern und andersrum.

 
 
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